Über mich

Ich heiße Jakob Endemann und studiere Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung an der Technischen Universität München.

Ich habe mich bewusst für dieses Studium entschieden, weil ich Landschaft nicht nur als gestalteten Raum, sondern als Spiegel gesellschaftlicher, ökologischer und politischer Prozesse verstehe. Mich interessiert besonders, wie Städte und Landschaften so weiterentwickelt werden können, dass sie langfristig lebenswert, gerecht und widerstandsfähig sind.

Ich begreife mein Studium nicht als rein akademische Ausbildung, sondern als offenen Lernprozess. Jedes Projekt ist für mich ein Experimentierfeld, auf dem ich Annahmen überprüfe, neue Methoden ausprobiere und meine eigene Haltung schärfe. Dabei geht es mir weniger um fertige Antworten als um gute Fragen und um die Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen.

Meine Philosophie

Für mich ist gute Gestaltung weit mehr als die Erzeugung ästhetischer Bilder. Ich verstehe sie als verantwortungsvolle räumliche Praxis, die funktionale Anforderungen, soziale Bedürfnisse und ökologische Zusammenhänge gleichermaßen ernst nimmt. Gestaltung bedeutet für mich, Kontexte zu lesen, Zielkonflikte sichtbar zu machen und daraus robuste räumliche Antworten zu entwickeln. In meinen Projekten versuche ich bewusst, soziale Wirksamkeit, ökologische Resilienz und räumliche Qualität zusammenzuführen und Räume zu entwerfen, die nicht kurzfristig wirken, sondern langfristige Relevanz für heutige und kommende Generationen entfalten.

Meine Ziele

Ich verfolge das Ziel, als zukünftiger Planer nachhaltige, resiliente und innovative Lösungen zu entwickeln, die den komplexen Herausforderungen unserer Zeit gerecht werden. Besonders wichtig ist mir dabei die analytische und strategische Planung auf größerer Maßstabsebene, in der Zusammenhänge erkannt, Szenarien entwickelt und Entscheidungen begründet werden. Ich sehe mich als Teil einer Generation, die nicht nur gestalten, sondern Verantwortung übernehmen will, indem sie aktiv an der Verbesserung unserer Lebensräume mitwirkt und sich für den Erhalt sowie die Weiterentwicklung der ökologischen und sozialen Qualität von Landschaften einsetzt.

Weiterentwicklung

Ich befinde mich bewusst in einer Phase des kontinuierlichen Lernens und Reflektierens. Jede Erfahrung und jedes Projekt verstehe ich als Gelegenheit, mein Wissen zu vertiefen, Methoden zu hinterfragen und meine Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Fehler, Umwege und Reibung gehören für mich ebenso zu diesem Prozess wie Erfolge. Diese Webseite dient mir als offenes Arbeits- und Dokumentationsinstrument, um meinen bisherigen Weg sichtbar zu machen und Gedanken, Projekte und Fragestellungen im Hinblick auf eine nachhaltigere Zukunft zu teilen.

Engagement

Engagement verstehe ich als aktive Übernahme von Verantwortung und als bewusste Entscheidung, Räume für Austausch, Diskussion und gemeinsames Lernen zu öffnen. Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung begreife ich nicht als abgeschlossene Fachdisziplinen, sondern als soziale und gesellschaftlich wirksame Praxis, die nur im Dialog funktioniert. Entsprechend engagiere ich mich auf unterschiedlichen Ebenen: in der redaktionellen und konzeptionellen Arbeit am Podcast NachWuchs Landschaftsarchitektur, in Berufs- und Nachwuchsverbänden, in hochschulischen Gremien, sowie in nationalen und internationalen Netzwerken wie ELASA (European Landscape Architecture Student Association) und IFLA (International Federation of Landscape Architecture). Ergänzend habe ich Erfahrungen in Sommerschools, Workshops und internationalen Austauschformaten gesammelt, die meinen Blick über institutionelle und fachliche Grenzen hinaus erweitert haben.

Aus diesem vielfältigen Engagement nehme ich vor allem mit, dass Sichtbarkeit, Verständigung und gemeinsames Lernen keine Selbstläufer sind, sondern aktiv hergestellt werden müssen. Unterschiedliche Perspektiven, Ausbildungswege und kulturelle Hintergründe erweisen sich dabei nicht als Hindernis, sondern als zentrale Ressource für tragfähige Lösungen. Diese Erfahrungen prägen meine Haltung als Planer nachhaltig: Sie schärfen mein Bewusstsein für kollektive Verantwortung, stärken meine Fähigkeit zur Vermittlung zwischen Akteur:innen und bestätigen mich darin, dass belastbare Antworten auf komplexe räumliche Fragen nur im Zusammenspiel vieler Stimmen entstehen können.

Perspektive

Mich prägt die Erfahrung, dass gemeinsame Ziele das Potenzial haben, nationale, institutionelle und fachliche Grenzen zu überwinden, dieser Prozess jedoch Zeit, Reibung und bewusste Entscheidungen erfordert. In einer Gegenwart multipler Krisen wird für mich deutlich, dass ein geteiltes berufliches Selbstverständnis nicht automatisch zu Fortschritt führt. Es muss stabil genug sein, um Orientierung zu geben, und zugleich offen genug bleiben, um auf neue ökologische und soziale Herausforderungen reagieren zu können.

Ich bin überzeugt, dass die Zukunft unserer Disziplin nicht im Alleingang entsteht. Sie entsteht dort, wo Menschen gemeinsam denken, diskutieren und handeln. Deshalb sage ich weiterhin bewusst Ja zu neuen Formaten, stelle Fragen, probiere aus und arbeite mit anderen daran, Landschaften nachhaltiger, gerechter und zukunftsfähiger zu gestalten.

Mein Studium

In meinem Studium arbeite ich an unterschiedlichen Maßstabsebenen, von konkreten Freiräumen bis hin zu regionalen und strategischen Fragestellungen.
Es bietet mir eine umfassende Ausbildung in Theorie und Praxis, die es mir ermöglicht, innovative und nachhaltige Lösungen für komplexe Herausforderungen zu entwickeln.
Im Laufe meines Studiums habe ich an verschiedenen Projekten gearbeitet, die meine Interessen und meinen Ansatz in der Landschaftsarchitektur/-planung und sozial-partizipativen Stadtentwicklung widerspiegeln.

Im Rahmen der ARD Sendung „Alpha Uni“ hatte ich im Jahr 2024 das große Vergnügen, den Studiengang Landschaftsarchitektur vorzustellen. Die Dokumentation begleitet mein Team und mich bei unserem städtebaulichen Projekt in München. Das Video soll allen Studienanfängern und noch unentschlossenen Information Möglichkeiten bieten.

B. Sc.
Landschaftsarchitektur & Landschaftsplanung
(TU München)

Grünzug Siemens Sportpark – Südliche Isarauen, München

Gestaltung eines linearen Freiraums, der den Siemens Sportpark in das städtische Grünnetz integriert. Ziel war die Entwicklung eines öffentlichen Raums mit hoher Aufenthaltsqualität, der Erholung, Bewegung und Biodiversität verbindet. Dieses Projekt legte den Grundstein für mein Interesse an multifunktionalen, sozial wirksamen Freiräumen.

2. Semester

Ökologische Entwicklung Ampertal & urbane Sequenz Venedig

Zwei parallele Projekte:

Im Ampertal stand die Renaturierung von Feuchtgebieten und die Förderung von Biodiversität durch ökologische Landwirtschaft im Fokus.

In Venedig analysierte ich eine urbane Raumsequenz zwischen öffentlich und privat – mit Augenmerk auf räumliche Qualität und soziale Dynamik in einem dicht bebauten, historischen Kontext.

Strategische Quartiersentwicklung Bremen

Planung eines urbanen Quartiers mit dem Ziel, grün-blaue Infrastruktur und nachhaltige Mobilitätsangebote zu kombinieren. Der Fokus lag auf der Erhöhung der Lebensqualität und der ökologischen Resilienz. Dieses Projekt stärkte mein Interesse an integrierten, strategischen Planungsansätzen.

Porous City – klimaresiliente Stadtentwicklung München Nordost

Städtebauliches Entwurfsprojekt zur Entwicklung eines durchlässigen und klimaresistenten Quartiers für 30.000 Bewohner:innen. Der Entwurf integrierte Shared Spaces, kleinklimatische Maßnahmen und dezentrales Regenwassermanagement. Präsentation vor dem Planungsreferat der Stadt München.

Auslandspraktikum bei Aspro Studio, Vicenza (Erasmus+)

Fünfmonatiges Praktikum bei einem italienischen Landschaftsarchitekturbüro mit Schwerpunkt auf ländliche Transformation.

Ich arbeitete u. a. an dem Projekt Rethinking Countryside, das drei Szenarien zur Umnutzung einer Hühnerfarm entwickelte (sozial, ökonomisch, ökologisch).

Zusätzlich gestaltete ich im Rahmen des Projekts Giardini Rurali die Follie Stanza nel Bosco – ein parametrisch entwickelter Raumkörper in einem Waldstück. Tools wie Grasshopper wurden hier gezielt zur Formfindung eingesetzt.

Mittlere Isarregion – Mobilität und Erneuerbare Energien

Regionalplanerisches Projekt zur Frage, wie Mobilitätswende und Ausbau erneuerbarer Energien im peri-urbanen Raum zusammengedacht werden können.

Schwerpunkt: partizipative Werkzeuge, Stakeholder-Analysen, GIS-basierte Visualisierungen von Potenzialflächen und Konflikten.

Begleitend: Tutorat in Landschaftsplanung (QGIS-Einführung, Betreuung von Studierendenprojekten) sowie redaktionelle und konzeptionelle Arbeit am Podcast NachWuchs Landschaftsarchitektur.

Analyse klimatischer und hydrologischer Funktionsleistungen von SUDS

Im Projekt wird untersucht, in welchem Ausmass Sustainable Urban Drainage Systems zur Regulation des urbanen Wasserhaushalts und zur klimatischen Anpassung beitragen.
Dabei werden Wirkungen auf Starkregenabfluss, Wasserrückhalt, Verdunstung und mikroklimatische Regulation systematisch analysiert und bewertet.
Die Ergebnisse werden in einem wissenschaftlichen Bericht sowie in einem kompakten Posterformat aufbereitet und vergleichend dargestellt.